Das SC-55 ist ein eigentlich eher unscheinbares Kästchen, das - wie vor etlichen Jahren auch Yamahas FB-01 - eher an ein Autoradio als an ein leistungsfähiges Soundmodul erinnert. Doch nicht nur das Äußere unterscheidet das SC-55 von anderen Soundmodulen ...
Artikel aus KEYBOARDS 12/1992
KLANGMALER
ROLAND: Sound Brush SB-55
Mit dem „Sound-Brush" ist nun ein bereits zur Messe '91 angekündigter Roland-Abspiel-Sequenzer lieferbar. Über das integrierte 3,5"-Laufwerk können sowohl Standard-MIDI-Files von Atari-, IBM- oder MacIntosh-Rechnern gelesen sowie Sequenzer-Daten der Roland MC-Serie konvertiert werden. Bis zu 99 Songs mit maximal 90.000 Noten sind auf Diskette speicherbar.
Dabei gestaltet sich die Bedienung des SB-55 so einfach wie die eines CD-Players. Lange Wartezeiten und damit ungewollte Pausen zwischen verschiedenen Songs gehören mit dem Sound-Brush der Vergangenheit an. Um einen Song abzuspielen, muß lediglich die Song-Nummer auf der mitgelieferten Fernbedienung angewählt werden.
Bei der Wiedergabe lassen sich auch Schleifen bilden, wobei alle MIDI-Daten wie z. B. Programm-Wechsel oder Controller zum vorprogrammierten Zeitpunkt berücksichtigt werden. Der SB-55 ist mit zwei MIDI-Eingängen und einem MIDI-Out ausgestattet.
NEWS aus KEYBOARDS 12/1991
GM/GS-TÖCHTER MIT SOFTWARE
Sound Canvas MB nennt Roland ein Paket, das aus einem GS- oder GM-Daughterboard, einem Software-Phrasen-Sequenzer namens „DoReMix", dem 16-Spur-Windows-Sequenzer „Ballade" sowie einer MIDI-File-"Juke-Box" besteht.
Das Daugterboard, das sowohl in einer GS- als auch GM-kompatiblen Version angeboten wird, paßt auf alle Soundblaster-kompatiblen Soundkarten sowie dem im Lieferumfang enthaltenen Roland MIDI- Interface MPU-401AT.
Das Paket, das ab allen 386er PCs unter Windows läuft, wird mit 30 GS-Songs ausgeliefert und ist zum Preis von ca. DM 700 für die GM-kompatible und ca. DM 800 für die GS-kompatible Version erhältlich.
NEWS aus KEYBOARDS 05/1996
Sound-Modul
Erstauslieferung: Sommer 1991
Preis bei Auslieferung: 1.270 DM
Erstes und lange Zeit auch bestverkauftes GM/GS-Modul auf dem Markt.
Die Technik des SC55 fand sich in einer Reihe von Portable Keyboards und vor allem in Soundkarten für PCs wieder (innerhalb von vier Jahren über eine Million verkaufte Sound-Canvas-Chips)
Später auch erhältlich als Sound Canvas SC-55 MKII (DM 1.580)
«Canvas, engl.: Leinwand, jenes Tuch also, welches dem malenden Künstler den Untergrund zum Aufbringen von Farben bietet, bedeutet übertragen auf die Musik: das Gerät, welches dem Musiker die Klänge bietet, um mit seinem Arbeitsmaterial - der MIDI-Eingabemaschinerie - Kompositionen zu erstellen.
Die Farben werden vom Canvas gestellt, sie müssen nur noch abgerufen werden.
Streng genommen müßte der Roland-Zwerg also „Sound-Dia-Positiv-Film” heißen, da in jenem Medium die Farben auch schon enthalten sind und nur durch Belichtung und Entwicklung zum Leuchten gebracht werden.
Doch verstricken wir uns nicht in gespaltenen Haaren - belichten wir lieber die Klang-Leinwand SC-55 ...»
ROLAND: SC-55
Bild aus KEYBOARDS-Kartei 04/1996
ROLAND: SC-55
Bild aus KEYBOARDS 09/1991
ROLAND: SC-55: Mark II
Der SoundCanvas SC-55 in der MKII-Version unterscheidet sich nur marginal vom Original: 28-stimmig, leicht variierende Tones (Grund-Samples), verbesserte DA-Wandler, To-Host-Schnittstelle
Bild aus KEYBOARDS 12/93
Vergleichstest: GM-Module
Bild aus KEYBOARDS 12/93
Micro-Edit-Modus
Umrechnungstabelle
Zum Erfolg des Soundcanvas hat auch seine einfache Bedienung beigetragen. Dennoch gibt es für den anspruchsvollen Tüftler durchaus die Möglichkeit, tiefergehende Programmierungen wie beispielsweise die Veränderung der Drummaps mit Hilfe des Micro Edit vorzunehmen.
Beim SC-55 können alle systemexclusiven Parameter direkt am Gerät manipuliert werden, das Umrechnen dezimaler Werte in hexadezimale sollte dem Anwender allerdings bekannt sein. Etwas Fingerakrobatik wird einem bei den kleinen, eng zusammenliegenden Tastern aber auch abverlangt: durch gemeinsames Drücken der beiden Parttasten, gefolgt von gleichzeitigem zweimaligen Drücken der All- und Mutetasten erschließt sich die hexadezimale Welt des SC-55 ...
Besonderheiten: - benutzerfreundliches „Riesen”-Display - mitgelieferte Infrarot-Fernbedienung, die auch den MIDI-File-Player SB-55 steuern kann - Rackadapter (Zubehör) - Sequenzer und MIDI-File-Player „SB-55 Soundbrush” ist separat erhältlich
Maße: 22 x 4,5 x 30 cm
Gewicht: 1,4 kg
Test von Ralf Willke in KEYBOARDS 09/1991
Vergleichstest: Fünf GM-Module von Ralf Willke (aus KEYBOARDS 12/1993)