«Tom Oberheim ist einer der ganz Großen im erlauchten Kreis der Erschaffer von Synthesizerlegenden.
Seit den frühen 70er Jahren baut er Instrumente, und seine Maschinen, wie die raren SEM-Synthesizer oder die Synths der OB-Serie (wie OB-X, OBXa oder OB-8) gehören zur absoluten Oberklasse.
Bei den nachfolgend, ab 1985 erschienenen Matrix-Synths wie dem Matrix 12 oder dem Xpander, wurden die Sound-Möglichkeiten durch äußerst flexible Modulationsverknüpfun-gen erweitert. Allerdings sind diese Modelle preislich eher in den sauerstoffarmen Regionen angesiedelt.
Um auch den Normalverbraucher mit der Klangarchitektur der Matrix-Synths zu beglücken und den Kreis der Oberheimkunden zu erweitern (was bei dem, wegen der fernöstlichen Konkurrenz in eine Krise steuernden Unternehmen bitter nötig war), stellte Oberheim 1986 auch zwei abgespeckte Matrix-Versionen vor, den Matrix 6 und die Rackvariante Matrix 6R. Der Matrix 6 kostete immerhin noch DM 4.300,-, während der 6R für DM 2.600,-zu haben war.
Eine äußerlich noch spartanischere 1-HE-Variante kam 1988 heraus: der Matrix 1000. Der Expander, der ursprünglich sogar nur als Stimmenerweiterung für den Matrix 6 konzipiert wurde, kostete nur 1.390, - DM und war damit der preiswerteste Oberheim Synthesizer.
1994 erschien eine letzte Version des Matrix-1000 mit weißem Panel und teilweise verbesserten ROM-Patches. Allerdings kann man die Sounds nur mit Hilfe von Editorsoftware oder mit Hilfe des Matrix 6 via MIDI programmieren.
Dafür ist das eher unscheinbare Rack-Gerät ein wahres Sound-Eldorado: 800 ROM-Presets und 200 RAM-Sounds sind schon eine Menge Holz. Die Vorgänger können dagegen nur mit 100 RAM-Speicherplätzen (und 50 Performance-Speicher für Split-Sounds) aufwarten ...»
Artikel aus KEYBOARDS 08/2004
Synthesizer-Expander
Erstauslieferung: Sommer 1988
Preis bei Auslieferung: 990 DM
Der Matrix 1000 (Tonerzeugung wie Matrix 6) wurde Ende der 80er Jahre in großen Stückzahlen als Alternative zu "digital-klingenden" FM-Geräten und ROM-Samplern verkauft.
«Zeichnete sich die Firma Oberheim früher durch eine große Innovationsfreudigkeit aus, so liegt ihre Stärke heute scheinbar darin, bereits bestehenden Konzepten neue Aspekte abzugewinnen.
Bestes Beispiel dafür ist sicherlich der DPX-1 Sample-Player, der in der Lage ist, die Sound-Libraries führender Sampler zu verarbeiten, ohne selbst Klänge digitalisieren zu können.
Nicht ganz so ausgefallen, aber nichtsdestoweniger pfiffig ist der neue Matrix 1000 ...»
OBERHEIM: Matrix-1000
Bild aus KEYBOARDS-Kartei 01/1994
OBERHEIM: Matrix-1000
Bild aus KEYBOARDS 10/1988
ACCESS: Matrix Programmer: Bedienfeld
Bild aus KEYS 02/1996
Oberheim Matrix-1000 mit den legendären Oberheim-Sounds
Anzeige aus KEYBOARDS 10/1988
Hörtest von MATTHIAS SAUER
OBERHEIM Matrix 1000
«Die Analog Expansion ist ein echter Geheimtip. Sie ist das einzige Produkt, das die beliebten Matrix-Synthesizer mit aktuellen Sounds für kommerzielle Dancefloor-Musik ausstattet.
Dabei erweist sich der namenlose Produzent nicht nur als Oberheim-Kenner, sondern beweist auch guten Geschmack beim Programmieren und Zusammenstellen der Klänge. Preis: 69 DM»
Artikel aus KEYS 09/1997
Speziell für die FMS-Klang-Software hat KEYS-Autor THOMAS SANDMANN einige Sequenzen eingespielt, die besonders auch Echtzeitmodulationen demonstrieren.
Neben Drumloops aus dem Sampler kommt als Klangerzeuger einzig der Matrix 1000 zum Einsatz.
Audio-Demo aus KEYS-CD 09/1997
Auf PLAY klicken, um eine Demo zu hören.
Einige Ausstattungsmerkmale:
Konzept: Vertreter des analogen Oszillator-Filter-Verstärker-Konzepts, optimale Ergänzung zu allen FM-Systemen
Tonerzeugung: wie Matrix-6
Polyphonie: 6-stimmig, bei Kopplung von sechs Geräten max. 36-stimmig (Group-Mode)
Klangbearbeitung: zwei DCO, zwei VCA, zwei LFO, ein Gesamt-LFO, 24-db-Tiefpass-Filter, drei Hüllkurven-Generatoren, zwei RAMP-Generatoren, je ein Portamento- und Tracking Generator, Echtzeitmodulation via MIDI (alle nicht am Gerät programmierbar, sondern nur mit Hilfe eines Matrix-6/6R oder eines entsprechenden Editor/Librarian-Program)
Massenspeicher: MIDI-Dump
Audio: Line-Out (mono)
Anschlüsse: MIDI In/Out/Thru
Besonderheiten: Gitarren-Mono-Mode - typischer Oberheim-Sound - großer Sound-Speicher - Mono-Mode-A - Klänge nur über externe Soft- und Hardware programmierbar