«Daß es im Keyboardbereich auch in der unteren Preisklasse möglich ist, ausgefeilte und vielseitige Instrumente herzustellen, haben gerade in letzter Zeit einige Hersteller bewiesen.
Dabei gehören mittlerweile neben der „reinen” Tonerzeugung die Bereiche MIDI (in Form des Multi-Mode zur optimalen Ausnutzung der vorhandenen Stimmenzahl und der Soundmöglichkeiten) und fest integrierte Zusatzausstattung (von Drum-Sounds über Hall und Chorus bis hin zum Sequenzer) zum guten Ton ...»
Gebraucht-Test von Henrik Bruns
KAWAI K-1, K-1M, K-1R, K-1 II
«Im Frühjahr 1988 brachte Kawai einen der bis heute beliebtesten Einsteigersynthis überhaupt auf den Markt. Zu einem Preis von 1.600 DM leistete der K1 für damalige Verhältnisse Erstaunliches: 64 Single- und 32 Multi-Programme (8facher Multimode), per RAM-Card erweiterbar, 16stimmige Polyphonie, eine dynamische Tastatur mit Aftertouch und ein 2 × 16 Zeichen
LC-Display, so lesen sich seine Eckdaten.
Neben einem Stand-Alone-Modell (K1m) und einer Rackversion (K1r) gibt es den
K1 II, der 32 neue Drumsounds, programmierbares Drum-Set und eine Effektsektion mit 15 Reverb- und Delay-Typen bietet.
Die Stärken aller Modelle liegen in ihren geradlinigen digitalen Synthisounds, denen aber etwas Lebendigkeit im zeitlichen Verlauf fehlt, da es am K1 kein Filter gibt.
Der sehr eigenständige Klangcharakter jedoch, zu dem auch das Eigenrauschen des Synthis gehört, macht ihn für jeden Musiker interessant, der seine Soundfabrik für wenige Hunderter um einige Nuancen erweitern will ...»
Artikel aus KEYBOARDS 10/1999
MIDI MIDI MIDI + Accordeon
Anzeige aus KEYBOARDS 10/1988
SOUNDFORUM
Von Peter Gorges
«In diesem Soundforum möchte ich Patches vorstellen, die nicht von Profis, sondern von Soundforum-Lesern erstellt wurden.
Kawai K1: WATER
Dieses Patch stammt von S. F. aus Radolfzell. Ich habe es ausgewählt, weil es einen Aspekt des K1 demonstriert, der eigentlich zu selten genutzt wird: die Fähigkeit, gute Effektsounds zu erzeugen, indem man den Prozessor über seine Leistungsgrenzen hinaus „triezt“.
Das Patch besteht aus nur einer SOURCE mit der Wellenform 254 <<HH Alternate>>. Dafür, daß der resultierende Sound mitnichten an eine HiHat erinnert, sorgt ein recht ungewöhnliches Vibrato: Der Prozessor des K1 kann den programmierten LFO mit seiner extrem hohen Tiefe von 50 und der Geschwindigkeit 42 nicht mehr berechnen, das Ergebnis gleicht eher einem glissandoartigen Zufallseffekt.
Deutlicher läßt sich dies heraushören. wenn man anstatt der in sich schon unregelmäßigen HiHat-Loop eine statische Wellenform einsetzt.
Mit dem angegebenen FIXED KEY <G6> ist das Sample extrem hoch gestimmt und klingt hier eher nach anhaltend klirrendem Glas. Die Hüllkurve ist lang ein- und ausklingend eingestellt ...»
MIDI MIDI MIDI + Digital Piano
Anzeige aus KEYBOARDS 10/1988
KAWAI K-1: Water-Patch
Artikel aus KEYBOARDS 05/1991
MIDI MIDI MIDI + Keyboard
Anzeige aus KEYBOARDS 10/1988
Einige Ausstattungsmerkmale:
- Tonerzeugung: „VM-Tongenerator”
- Tastatur: 61 Tasten, Anschlagdynamik, Channel's Aftertouch
- Polyphonie: max. 16-stimmig, 8-facher Multimode, dynamische Stimmenzuweisung
- Display: LCD mit zwei Zeilen á 16 Zeichen, ohne Kontrastregelung
- ROM/RAM-Soundspeicher: 256 Wellenformen auf PCM-Basis (davon
52 PCM-Samples incl. Drum-Sounds), 64 Single-Speicherplätze, 32 Multi-Patch-Speicherplätze, erweiterbar über RAM-Card
- Klangbearbeitung: Common, Frequency, Wave, Envelope, ein LFO pro Stimme
- Massenspeicher: RAM-Cards
- Audio: Line-Out (l/r), Kopfhörer
- Anschlüsse: MIDI In/Out/Thru, Card-Anschluß, Sustainpedal, externes Netzteil
- Besonderheiten: Pitch- und Modulationsrad links oberhalb der Tastatur - Joystick
- Maße: 93,6 x 26 x 8 cm
- Gewicht: 6,8 kg
Test von Gerhard Zilligen in KEYBOARDS 06/1988
Audio-Demo von YouTube: Kawai K1 Synth Demo (o1)