«Interessanterweise hat sich erst seit zwei Jahren die Riege der bandmaschinenorientierten HD-Recorder etabliert.
Nun leistet auch der amerikanische Samplerhersteller E-mu Systems mit dem acht-spurigen Darwin seinen Beitrag und bietet HD-Recording, das diese Bezeichnung auch verdient.
Hat sich das Warten also gelohnt? ...»
E-mu: Darwin
Außen Bandmaschine, innen ausgefuchster HD-Recorder
Bild aus KEYS 01/1996
E-mu: Darwin: Anschlüsse
Die analogen Anschlüsse sind symmetrisch, die digitalen serienmäßig - so soll es sein.
Bild aus KEYS 01/1996
GESAMTURTEIL
«Darwin zeichnet sich durch seine professionelle Klangqualität und seine einfache Benutzerführung aus. Schneller und komfortabler lassen sich Mehrspuraufnahmen kaum ausführen, sieht man einmal von der Einschränkung beim Punchen ab.
Die Einbindung in ein Sequencersystem mittels MTC und MMC gestaltet sich dabei ebenso einfach wie zuverlässig und die Arrangiermöglichkeiten des aufgenommenen Materials sind mit Ausnahme von klangbearbeitenden Funktionen jeder Anforderung gewachsen.
Herausragend sind die Funktionen, mit denen unbegrenzt viele Submixes erstellt werden können, ohne die Originalspuren zu gefährden. Auch demjenigen, der sein bestehendes Mehrspursystem erweitern möchte, drängt sich Darwin förmlich auf.
Hier gilt jedoch zu berücksichtigen, daß die Synchronisation momentan nur über MTC erfolgen kann und somit an der bestehenden Maschine einen geeigneten Synchronizer voraussetzt.
Das Darwin-Konzept erlaubt, komplexe Musikproduktionen in wesentlich kürzerer Zeit zu verwirklichen, als es bislang bei Achtpur-Systemen üblich war.»
Test von STEFAN LINDLAHR in KEYS 01/1996
Audio-Demo "Korg Prophecy und Darwin" von KEYS-CD 01/1996
DARWIN HÖREN
Stefan Lindlahr widmet sich speziell den Arrangiermöglichkeiten. Es wird gezeigt, wie sich durch das Zusammenfassen von immer mehr Spuren ein komplexes Musikstück produzieren läßt.
Als Klangquelle dient dabei ein einziger - wenn auch sehr spezieller - monophoner Synthesizer: der Korg Prophecy, der hier nochmals seine ungeheure Vielseitigkeit unter Beweis stellt.
Die Limitierung einer einzigen Stimme wird dabei durch Darwin eindrucksvoll aufgehoben.