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Fostex R8: Das ferngesteuerte Vorbild der nächsten Generation
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FAZIT - von MATTHIAS BECKER
«Die R8 ist zweifellos ein tüchtiger Schritt nach vorn. Uber die sehr gute Audioqualität hinaus bietet die Maschine eine Vielzahl von Features, die dem Anwender die tägliche Arbeit enorm erleichtern.
So sind etwa - solange die Eingangsbuchsen 5-8 nicht belegt sind - die Eingangsbuchsen 1 bis 4 mit den Eingängen 5-8 derart gekoppelt, daß ein dem Eingang 1 zugeführtes Signal automatisch an Eingang 5 weitergeleitet wird, das Signal von Eingang 2 an Eingang 6 usw. Der Anschluß der Maschine an ein Pult mit nur vier Subgruppenausgängen (wie etwa die neuen Fostex-Mixer) wird dadurch enorm erleichtert.
Sehr praktisch ist auch, daß hinter der Fernbedienung noch einmal Tasten für die Laufwerks-funktionen Stop, Play, Fast Forward und Rewind sitzen, so daß man diese Funktionen auch dann noch direkt an der Maschine bedienen kann, wenn die Fernbedienung einige Meter entfernt liegt.
Als Erleichterung beim Einmessen erweist sich auch der hinter der Fernbedienung sitzende Meter-Norm/ Fine-Schalter, mit dem sich bei der Justierung des Verstärkerteils der Maschine die Empfindlichkeit der LED-Ketten so umschalten läßt, daß statt des normalen Bereichs von -20 dB bis +8 dB ein Bereich von - 5 dB bis +2 dB angezeigt wird.
Weiterhin positiv hervorzuheben: der eingebaute Synchronizeranschluß sowie die Anschlußbuchse für das in naher Zukunft erhältliche MIDI-Timecode-Steuergerät MTC-1, mit dem die R8 über MIDI steuerbar sein wird.
Nicht gerade begeistert war ich von der Laufschrift, die nach dem Einschalten erscheint. Dies mag zwar beim ersten Mal noch ganz witzig sein, spätestens beim dritten Mal fragt man sich allerdings, ob derartige Spielerei unbedingt nötig ist.
Obwohl die Maschine auch so bereits viel fürs Geld bietet, wären eine zusätzliche Batteriepufferung für den Speicherinhalt des Autolocators sowie eine Anzeige der Geschwindigkeitsänderung (Pitch) im Display sicher nicht verkehrt.
Doch auch ohne diese I-Tüpfelchen räume ich der R8 - trotz der Existenz etwas preiswerterer 8-Spur-Cassettenrecorder - durchaus gute Marktchancen ein. Zum einen, weil im Verkaufspreis bereits ein extrem leistungsfähiger Autolocator enthalten ist, zum anderen, weil die R8 im Gegensatz zu Cassettengeräten die Möglichkeit der Editierung des Bandes bietet.»
Artikel aus KEYBOARDS 02/1989