FOSTEX: 1240

Anzeige aus KEYBOARDS 10/1988

AUF DIE MISCHUNG KOMMT'S AN!

AUF DIE MISCHUNG KOMMT'S AN!

 

 

FAZIT - von MATTHIAS BECKER

 

«Zusammenfassend läßt sich sagen, daß es der Firma Fostex gelungen ist, mit dem 1240 ein Mischpult zu bauen, welches, obwohl es deutlich mehr Möglichkeiten bietet als sein Vorgänger, dennoch - aufgrund seines übersichtlicheren und logischeren Aufbaus - entschieden einfacher zu bedienen ist.

„Einfacher" bedeutet jedoch bei einem Pult mit solch komplexen Möglichkeiten nicht, daß die Bedienung auch für den Anfänger sofort völlig problemlos ist. Wer bisher noch überhaupt nicht mit einem Recording-Pult gearbeitet hat und direkt mit dem 1240 ins Abenteuer Homerecording einsteigt, der wird daher gut daran tun, sich sehr gründlich mit der Gebrauchsanweisung des Mixers zu beschäftigen, ehe er die ersten Aufnahmen und Mischungen macht.

Die mitgelieferte Gebrauchsanweisung, die übrigens erfreulicherweise auch in deutscher Sprache erhältlich ist, enthält in recht komprimierter Form alles, was man über die Arbeit mit dem Pult wissen muß, einschließlich detaillierter Beispiele für spezielle Anwendungen wie Overdubbing, Bouncing, Mixdown etc.

Allerdings hätte sie meiner Meinung nach - ganz besonders in Hinblick auf all diejenigen, die noch keine Erfahrung mit Mischpulten haben und für die meisten der verwendeten Fachbegriffe daher noch völlig neu sind - getrost noch etwas ausführlicher sein können.

Für den Recordingbereich ist die neue Mischpultserie von Fostex trotz einiger kleiner Schönheitsfehler meines Erachtens uneingeschränkt zu empfehlen, wobei das beste Preis/Leistungsverhältnis ohne Zweifel das 1840 (Preis: DM 5980,-) bietet. Während das 1240 sich eher für den Betrieb mit einer 4- oder 8-Spur-Maschine eignet, ist für die beiden gröBeren Pulte (1840 und 2440) aufgrund ihrer Konzeption auch der Betrieb mit einer 16-Spur-Maschine denkbar.

Allerdings wären für diese Anwendung dann acht anstelle der vorhandenen vier Subgruppen mehr als wünschenswert, und es bleibt zu hoffen, daß man sich bei Fostex diesbezüglich noch Gedanken macht.»

Artikel aus KEYBOARDS 12/1988

Mischpult

Erstauslieferung: Herbst 1988

Preis bei Auslieferung: 4.980 DM

Erhältlich auch als 1840 (DM 5.980) und 2440 (DM 7.950)

«Das 1240 ist das „kleinste" der aus drei unterschiedlichen Konsolen bestehenden neuen Mischpultserie aus dem Hause Fostex.

Die drei Pulte sind vom Konzept her vollkommen identisch und unterscheiden sich lediglich in bezug auf die Zahl der Eingangskanäle.

Das 1240 bietet derer 12, das 1840 derer 18 und das größte Pult - das 2440 - sogar 24. Zwar erinnert die Konzeption der Pulte noch durchaus an das Fostex 450, jedoch hat man das Konzept im Vergleich zum Vorgänger erheblich verbessert und seine Möglichkeiten deutlich erweitert ...»

FOSTEX: 1240

FOSTEX: 1240

Bild aus KEYBOARDS 12/1988

BEWERTUNG (+):
- 100-mm-Fader von herausragender Qualität
- gute Audioqualität
- sehr übersteuerungsfeste Eingangsstufe
- stabiles Metallgehäuse
- integrierter 12/2 Submixer
- 4 Aux-Wege
- PFL-, Solo- und Mute-Funktion in jedem Eingangskanal
- Solo-Funktion für Aux Sends und Subgruppen
- Direct-Out-Buchsen
- Insert-Buchsen
- pro Kanal einzeln zuschaltbare 48-V- Phantomspeisung
- übersichtliches Bedienungsfeld
- Anschlußmöglichkeiten für zwei Abhörverstärker und zwei Two Track Recorder
- Tape Trim
- externes Netzteil
- ansprechendes Design

BEWERTUNG (-):
- kein On/Off-Schalter für EQ
- Insert sitzt hinter dem EQ
- Status der Schalter für Phantom-Power-On/Off nicht gut sichtbar
- Kunststoffknöpfe der Fader sitzen nicht fest genug
- Zahl der Subgruppen beider größeren Pulte für die Arbeit mit 16-Spur-Maschinen zu gering

 

Test von MATTHIAS BECKER in KEYBOARDS 12/1985